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22 | 06 | 2009

Ein Silberstreif am Horizont

Geschrieben von um 12:36 Uhr

dream_theater_bcasl

…dabei war es doch gar nicht dunkel!
Die Götter haben wieder zugeschlagen! Meine absoluten alltime Faves, die Progressive Rock Institution Dream Theater um den besten Drummer der Welt, haben einen neuen Longplayer am Start.
“Black Clouds & Silver Linings” soll das Beste der bisherigen Dream Theater Karriere in einem Album vereinen.
Nicht daß es je eine schlechte CD von den New Yorkern gegeben hätte.
Musikalisch sowieso mal wieder über jeden Zweifel erhaben, sind es eh nur die Feinheiten, welche die Unterschiede der vergangenen Outputs ausmachen.
Viele Kritiker sehen im neuen Album mit ausschließlich langen und weniger harten Songs eine Rückbesinnung auf die “Awake” Ära und werfen den letzten Outputs indirekt zu viel Härte vor.
Das kann man so oder so sehen, ich kann diese Ansicht jedenfalls nicht teilen. Von “Thrash-Shouts” ist der Sprechgesang Portnoys immer weit weg gewesen. Und eine härtere Double Bass als im Opener “A Nightmare to Remember” hat Drum-Octopus Portnoy noch nie gespielt, von einem kurzen Blastspeed Part ganz zu schweigen.
Allerdings lassen sich auf “Black Clouds & Silver Linings” die Songs weniger als in der jüngeren Vergangenheit in harte, experimentelle oder mainstreamige einteilen. Vielmehr werden hier wieder auschließlich episch lange Songs aufgefahren, die jeweils fast das gesamte Portfolio der New Yorker reflektieren. Insofern fühlt man sich streckenweise tatsächlich an die Awake/Scenes from a memory/A Change of Seasons – Phase erinnert.
Songschreiberisch ist das bewährte Duo aus Petrucci und Portnoy zwar mittlerweile extrem eingespielt und es gibt (wie gewohnt) keinen einzigen richtigen Ausfall oder Durchhänger.
Trotzdem kommt “Black Clouds & Silver Linings” nicht an die besten Scheiben der Band heran, allerdings ist der Abstand nur hauchdünn. Wenn für mich z.B. “Scenes from a Memory” und “Systematic Chaos” 10 von 10 Punkten bekommen würden, so bekäme “Black Clouds & Silver Linings” eine glatte 9.

Die Spielzeit der sechs Stücke beläuft sich auf 75 Minuten. Es gibt Spielfilme, die kürzer sind! Und es gibt Bands, die daraus locker 2 Alben machen würden…
Dream Theater haben sich verdientermaßen auch 2009 auf dem Progressive-Metal Thron festgekettet!

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19 | 06 | 2009

Chickenfoot

Geschrieben von um 16:01 Uhr

Eher skeptisch habe ich zur Kenntis genommen, daß es eine neue “Superband” gibt.
Hauptsächlich wegen dem von Chili Peppers Chad Smith besetzten Drumhocker habe ich mal reingehört.
Bestehend aus Sammy Hagar(v), Michael Anthony(b), Joe Satriani(g) und Chad Smith(dr) nennt sich die Kapelle Chickenfoot und fabriziert einen so groovigen und frischen Blues- Hardrock – Mix, daß es einem glatt die Sprache verschlägt. So etwas hätte ich nicht mehr erwartet.
Altmeister Satriani schüttelt sich am laufenden Band geniale Leads und Soli aus dem Ärmel und wird dabei immer extrem lässig unterstützt von den Groovemonstern Smith und Anthony.
Hier stimmt allerdings nicht nur handwerklich alles, denn der markant heisere Gesang von Hagar setzt dem Ganzen mit eingängigen Hooks das Krönchen auf macht das Debut zum radiokompatiblen Sommer-Soundtrack.

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18 | 06 | 2009

Goodbye SPD

Geschrieben von um 22:03 Uhr

Der Absturz einer großen Volkspartei.
Ich habe immer viel Vertrauen in die freiheitlichen und sozialdemokratischen Grundsätze des SPD gesetzt. Das war wohl leider falsch.
Selbst Parteigenossen wollen das Handeln ihrer Partei jetzt nicht mehr mittragen.

Kein Wunder, wenn selbst Protest aus den eigenen Reihen ignoriert wird, um eine staatliche Zensur-Infrastruktur zu schaffen:
Offener Brief von Thorsten Schäfer-Gümbel an Franz Müntefering und Dr. Peter Struck

Auch Spreeblick bringt es auf den Punkt:
Bundestag beschliesst Gesetz für Internet Sperren

Wen soll man bloß im September wählen?

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05 | 06 | 2009

Esswerkzeuge

Geschrieben von um 18:36 Uhr

Heute Mittag wieder Energieaufnahme beim Chinamann, Buffet für 5,95.
War sehr amüsant und kurzweilig.
Uns gegenüber ein Pärchen samt Nachwuchs im Handgepäck.

Im Gegensatz zu den restlichen Gästen, welche sich in ihrer kurzen Mittagspause möglichst viel Chop Suey und gebratene Nudeln beidhändig mit den in Deutschland üblichen und effektiven Esswerkzeugen hineinschaufeln, fragen die beiden Neuankömmlinge die verwirrte Servicekraft nach authentischerem Besteck.
Natürlich bekommen die beiden auch promt ihre Ess-Stäbchen gereicht, allerdings verrät der entsetzte Gesichtsausdruck der Kellnerin duraus ihre wohl latent vorhandenen Bedenken.
Schließlich ist das Essen in chinesischen Schnellrestaurants für gestresste und unter Zeitnot stehende Bürosklaven oder Aussendienstler gemacht. Es ist nicht dafür gemacht, sich in pappigem Zusammenhalt zu verklumpen um somit problemlos mit Stäbchen gegessen werden zu können.
Das Ergebnis belustigte uns für den Rest unserer Mittagspause!
Mindestens jeder dritte Versuch der Beiden landete auf der Tischdecke, welche innerhalb kürzester Zeit mit entsprechender Auspreisung durchaus als 3D-Speisekarte herhalten hätte können.

Aber egal, der gute Wille zählt!
Die nette Chinesin jedenfalls freute sich bestimmt total, daß es immer wieder einige Gäste gibt, die mit Stäbchen essen können wollen.

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02 | 06 | 2009

Sennheiser HD238 Precision

Geschrieben von um 8:36 Uhr

Mann kann ja nie genug Kopfhörer haben.
Jede Situation erfordert ein anderes Modell. Man braucht einen Offenen zum Musikhören auf der Arbeit, einen Geschlossenen für abends neben der Liebsten und dann noch zig andere für zig andere Gelegenheiten…

Der offene Sennheiser PX100, welchen ich nun seit etwas über zwei Jahren auf der Arbeit nutze, musste jetzt seinem Nachfolger, dem Sennheiser HD238 Precision weichen.
Der kleine PX100 war eigentlich (in seinem Segment und vor allem zu dem Preis) absolute Oberklasse und unschlagbar. Schön warme Grundabstimmung, schon bei kleinen Pegeln immer schön knackig und bei großen nie überfordert. Zudem höchst portabel und robust.
Er hat mir immer absolut hochwertige Klangqualität geliefert.
Umso gespannter war ich, als ich den HD238 das erste mal auf meine Lauscher setzte:
Das Wort “Precision” führt Sennheiser wirklich nicht grundlos in der Artikelbeschreibung!
Jetzt erst weiß ich, welche Details mir der kleine PX vorenthalten hat!
Im Gegenzug dazu spielt der 238er zwar nicht ganz so basslastig, dafür allerdings viel präziser und mit noch mehr Punch. Und das ist gerade bei schneller Rockmusik, knüppelndem Thrash und progressivem Metal nicht ganz unerheblich.
Und als offener, dynamischer Kopfhörer lässt er mich bei moderater Lautstärke auch noch mein Büro-Umfeld wahrnehmen.

Allerdings wird das sehr dünne und billig wirkende Kabel der Qualität dieses portablen Kopfhörers absolut nicht gerecht.

Von diesem Manko abgesehen ist der HD238 Presicion eine wirkliche Steigerung zum PX100.

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